Eine Rolex wird nicht an einem Merkmal erkannt, sondern daran, dass viele zueinander passen. Geprüft wird die Kette: Referenz und Seriennummer müssen zum Zifferblatt passen, das Zifferblatt zum Werk, das Werk zur Referenz, die Lünette zur Bauzeit.
Die kleine, in das Glas geätzte Krone bei sechs Uhr ist bei neueren Uhren vorhanden, aussagekräftig ist aber ihre Feinheit unter der Lupe, nicht ihr bloßes Dasein, denn nachgemachte Ätzungen gibt es. Dasselbe gilt für die Gravur am Rehaut. Belastbarer sind Dinge, die schwer zu fälschen und leicht zu messen sind: die Vergrößerung der Datumslupe, die Rastung der Drehlünette, die Schriftkanten auf dem Zifferblatt unter starker Vergrößerung, das Gewicht des Bands, die Bearbeitung im Inneren der Schließe. Am Ende wird das Gehäuse geöffnet, denn das Werk muss die Kaliberbezeichnung tragen, die zur Referenz gehört.
Häufiger als die komplett gefälschte Uhr ist die echte Uhr mit fremden Teilen: Lünette aus fremder Fertigung, nachträglich besetztes Zifferblatt, Serviceband. Das ist kein Betrug, solange es benannt wird, aber in jedem Fall ein Preisfaktor.