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100% Authentifiziert Versicherter Versand 5 Jahre Garantie
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Service

Band kürzen und anpassen

Metallband auf Ihr Handgelenk gekürzt — Glieder werden aufbewahrt.

Preis Auf Anfrage
Dauer meist während Sie warten

Wir passen Metallbänder, Kautschuk- und Lederbänder an Ihr Handgelenk an — durch Entfernen oder Ergänzen von Gliedern, Verstellen der Feinregulierung in der Schließe und, wo vorhanden, Nutzung der werkzeuglosen Schnellverstellung. Die Arbeit erfolgt am geschlossenen Gehäuse; das Uhrwerk wird dabei nicht geöffnet. Wir arbeiten mit passendem Werkzeug für Stift-, Splint- und Schraubverbindungen und geben Ihnen alle entnommenen Teile zurück.

Woran Sie erkennen, dass es so weit ist

  • Das Band rutscht am Handgelenk hin und her; die Uhr dreht sich beim Tragen auf die Innenseite.
  • Zwischen Band und Handgelenk passt mehr als ein Finger, oder das Band hinterlässt nach kurzer Tragezeit Druckstellen.
  • Die Schließe lässt sich nur mit Kraft schließen oder öffnet sich beim Tragen von selbst.
  • Die Uhr sitzt bei Wärme spürbar zu eng, morgens dagegen zu locker — die Feinverstellung der Schließe ist ausgereizt.
  • Sie haben eine Uhr gebraucht gekauft, es fehlen Glieder, oder es liegen lose Glieder bei, die eingesetzt werden sollen.
  • Beim Verstellen mit Hausmitteln hat sich ein Stift verkantet, ein Splint steht vor oder eine Gliedschraube dreht durch.
  • Die Uhr wandert im Tagesverlauf sichtbar zur Handkante, weil die Schließe nicht mittig unter dem Handgelenk sitzt.

So gehen wir vor

  1. Eingangskontrolle und Bandtyp bestimmen

    Wir prüfen zuerst, um welche Verbindungsart es sich handelt: gepresste Stifte mit Collier-Splint, verschraubte Glieder mit Schlitz- oder Kreuzschraube, Hülsenstifte oder einfache Steckstifte. Davon hängen Werkzeug und Vorgehen ab. Gleichzeitig sehen wir uns die Federstege beziehungsweise Schraubstege an den Bandanstößen an, den Zustand der Schließe und ob Glieder bereits einmal falsch herum oder mit Gewalt eingesetzt wurden. Auffälligkeiten halten wir fest, bevor wir anfangen.

  2. Anprobe oder Maß nehmen

    Vor Ort legen wir die Uhr an und bestimmen die benötigte Zahl an Gliedern direkt am Handgelenk. Bei Versand arbeiten wir nach dem von Ihnen angegebenen Umfang. Wir rechnen so, dass die Feinverstellung in der Schließe am Ende möglichst mittig steht — dadurch bleibt in beide Richtungen Spielraum für die Schwankungen, die jedes Handgelenk im Tagesverlauf und bei Wärme hat.

  3. Glieder symmetrisch entnehmen oder ergänzen

    Glieder werden, soweit die Bauart es zulässt, gleichmäßig auf beide Bandhälften verteilt entnommen. Nur so bleibt die Schließe mittig unter dem Handgelenk und das Band wandert nicht zur Seite. Bei ungerader Gliedzahl oder festen Endgliedern legen wir die Aufteilung so aus, dass der Tragekomfort den Ausschlag gibt, und sagen Ihnen, warum wir uns so entschieden haben.

  4. Fachgerechtes Lösen der Verbindung

    Gepresste Stifte werden ausschließlich in Pfeilrichtung ausgetrieben — gegen die Richtung staucht der Splint und weitet die Bohrung. Verschraubte Glieder öffnen wir mit passgenauem Schraubendreher und Gegenhalter, damit der Schlitz nicht ausreißt. Wo Schraubensicherung vorgesehen ist, wird sie beim Zusammenbau erneuert. Splinte prüfen wir auf Verformung; ein gestauchter oder aufgeweiteter Splint klemmt nicht mehr zuverlässig und wird ersetzt, sofern passender Ersatz vorhanden ist.

  5. Zusammenbau und Zugprobe

    Nach dem Kürzen wird das Band wieder verstiftet oder verschraubt, alle Stifte werden bündig gesetzt und auf Vorstand kontrolliert — ein überstehender Stift reißt Hemdmanschetten und arbeitet sich mit der Zeit heraus. Anschließend belasten wir das Band von Hand auf Zug und prüfen jedes bearbeitete Glied einzeln auf Spiel. Schließe und Sicherheitsbügel werden auf sauberes Einrasten geprüft.

  6. Reinigung und Sichtkontrolle

    Die bearbeiteten Stellen und die Bandinnenseite werden gereinigt und von Werkzeug- und Sicherungsrückständen befreit. Unter Vergrößerung kontrollieren wir, ob beim Arbeiten Spuren entstanden sind, und sehen uns den Übergang zwischen gebürsteten und polierten Flächen an. Nachpoliert wird dabei nicht: Politur trägt Material ab, verrundet die Kanten und lässt sich nicht rückgängig machen.

  7. Rückgabe mit allen entnommenen Teilen

    Sie erhalten sämtliche entnommenen Glieder, Stifte, Splinte und Schrauben zurück, einzeln verpackt und beschriftet, mit Angabe, aus welcher Bandhälfte sie stammen. Diese Teile sind referenzgebunden und im freien Handel in der Regel nicht nachkaufbar — bewahren Sie sie auf, falls die Uhr später weiterverkauft oder das Band wieder verlängert werden soll.

Was enthalten ist

Im Preis enthalten

  • Bestimmung von Bandtyp und Verbindungsart (Stift mit Splint, Schraubglied, Hülsenstift)
  • Anprobe vor Ort beziehungsweise Anpassung nach dem von Ihnen angegebenen Handgelenksumfang
  • Entnehmen oder Einsetzen von Gliedern, soweit möglich symmetrisch auf beide Bandhälften verteilt
  • Einstellen der Feinregulierung in der Schließe, soweit vorhanden
  • Einrichten und Erklären einer vorhandenen werkzeuglosen Schnellverstellung
  • Kontrolle und Nachziehen der Gliedschrauben, Erneuerung der Schraubensicherung wo vorgesehen
  • Sichtprüfung der Federstege beziehungsweise Schraubstege an den Anstößen
  • Funktionsprüfung von Schließe und Sicherheitsbügel sowie Zugprobe des gesamten Bandes
  • Reinigung der bearbeiteten Stellen und Sichtkontrolle unter Vergrößerung
  • Rückgabe aller entnommenen Glieder und Kleinteile, einzeln verpackt und beschriftet

Nicht enthalten

  • Kein Öffnen des Gehäuses, keine Arbeiten am Uhrwerk, keine Regulierung von Gangabweichung, Amplitude oder Abfallfehler
  • Kein Dichtungswechsel und keine Druckprüfung — Dichtheit prüfen wir bei dieser Leistung nicht; das ist Gegenstand einer separaten Dichtheitsprüfung beziehungsweise des Services
  • Kein Polieren, kein Neuaufbürsten, keine Kratzerentfernung an Band, Gehäuse oder Schließe
  • Keine Instandsetzung defekter Schließen, ausgeschlagener Gliedbohrungen, ausgerissener Gewinde oder gerissener Endglieder
  • Keine Beschaffung fehlender Glieder, Stifte oder Splinte — eingesetzt wird nur, was vorhanden ist oder was Sie mitliefern
  • Kein Verbau von Zubehör- oder Fremdgliedern in ein Originalband
  • Keine Anpassung eines Bandes an ein Gehäuse, für das es nicht vorgesehen ist, und keine Anfertigung von Passstücken
  • Kein Ultraschallbad des kompletten Bandes; das gehört zur Bandreinigung und ist bei Uhren mit ungeprüfter Dichtheit ohnehin nicht angezeigt
  • Keine neuen Löcher in Lederbänder, deren Zustand die Belastung an der Lochung nicht mehr trägt

Bevor Sie die Uhr einschicken

  • Messen Sie Ihren Handgelenksumfang mit Maßband oder einem Streifen Papier — an der Stelle, an der die Uhr tatsächlich sitzt, nicht über dem Handgelenkknochen. Geben Sie den Wert in Millimetern an und schreiben Sie dazu, ob Sie die Uhr eher locker oder eher fest tragen.
  • Legen Sie alle bereits entnommenen Glieder sowie lose Stifte, Splinte und Schrauben bei. Diese Teile sind referenzgebunden und meist nicht frei erhältlich; ohne sie lässt sich ein Band nicht verlängern.
  • Schicken Sie die Uhr möglichst ohne Box und Papiere. Wir brauchen beides für diese Arbeit nicht, und es erhöht nur den Wert der Sendung.
  • Sagen Sie bei Vintage-Uhren ausdrücklich, wenn das Band im Originalzustand bleiben soll — auch dann, wenn einzelne Glieder Spiel haben oder Stifte sichtbar getragen sind.
  • Weisen Sie uns darauf hin, wenn Sie oder jemand anderes bereits selbst am Band gearbeitet haben. Ein halb ausgetriebener oder verkanteter Stift ist beherrschbar, solange wir vorher davon wissen; unentdeckt reißt er beim Weiterarbeiten die Gliedbohrung aus.

Bei Vintage-Uhren

Bei Vintage-Uhren gilt: so wenig eingreifen wie möglich. Ältere Bänder — vor allem gefaltete Bänder und frühe Stahlbänder mit Hülsenstiften — haben oft ausgeschlagene Bohrungen und Stifte, die schon mehrfach ausgetrieben wurden. Jeder weitere Ausbau kostet Material, und irgendwann klemmt der Stift nicht mehr. Wenn wir eine Verbindung als grenzwertig einstufen, sagen wir Ihnen das vor der Arbeit und überlassen Ihnen die Entscheidung. Dazu kommt die gewachsene Oberfläche: über Jahrzehnte weich gewordene Kanten und ein Wechsel aus gebürsteten und polierten Flächen, der sich nicht wiederherstellen lässt. Wir polieren beim Kürzen deshalb grundsätzlich nicht nach — Politur trägt Material ab, verrundet Kanten und ist irreversibel. Originalstifte, -splinte und -schrauben tauschen wir nur, wenn sie ihre Funktion nicht mehr erfüllen; die ausgebauten Teile erhalten Sie in jedem Fall zurück. Wo ein Ersatzteil verbaut wird, das nicht original ist, weisen wir Sie vorher darauf hin.

Häufige Fragen

Das hängt von Bandbauart und Handgelenk ab und lässt sich pauschal nicht sagen. Ein Glied eines Stahlbandes bringt je nach Modell rund 8 bis 12 Millimeter Bandlänge. Wir bestimmen die Zahl an Ihrem Handgelenk beziehungsweise anhand des angegebenen Umfangs und richten die Rechnung so ein, dass die Feinverstellung in der Schließe am Ende möglichst mittig steht. So bleibt Spielraum nach beiden Seiten, wenn das Handgelenk bei Wärme oder Belastung anschwillt.

Ja, immer — samt der zugehörigen Stifte, Splinte und Schrauben, einzeln verpackt und beschriftet. Bewahren Sie diese Teile auf. Sie sind referenzgebunden, im freien Handel meist nicht zu bekommen und beim Weiterverkauf ein wertrelevanter Bestandteil der Uhr. Ohne die Originalglieder lässt sich ein einmal gekürztes Band später praktisch nicht mehr verlängern.

Nein. Gearbeitet wird am Band, das Gehäuse bleibt geschlossen, das Uhrwerk unberührt. Auch wenn Federstege gezogen werden müssen, um das Band abzunehmen, wird dabei kein Dichtungssitz geöffnet. Umgekehrt heißt das aber auch: Wir prüfen die Dichtheit bei dieser Leistung nicht. Dichtungen altern unabhängig davon, ob die Uhr getragen wird — wenn Ihre Uhr länger nicht geöffnet wurde und Sie mit ihr ins Wasser wollen, ist eine separate Druckprüfung (trocken und nass) der richtige Weg.

Bei sauberer Arbeit mit passendem Werkzeug bleiben die Außenflächen unberührt. Kritisch sind die Bereiche um die Stiftbohrungen und die Innenseiten der Endglieder; dort arbeiten wir mit Kunststoff- und Messingauflagen statt Stahl gegen Stahl. Sollte doch eine Spur entstehen, sagen wir Ihnen das und polieren nicht stillschweigend nach: Politur trägt Material ab, verrundet die Kante zwischen gebürsteter und polierter Fläche und ist nicht umkehrbar.

Nur mit Teilen, die Sie mitliefern. Wir beschaffen keine Glieder. Stahlglieder sind referenz- und häufig sogar seriengebunden: Bandbreite, Endgliedform, Stiftdurchmesser und Oberflächenfinish müssen zusammenpassen, sonst sieht man den Unterschied im Licht sofort. Zubehör- oder Fremdglieder verbauen wir in einem Originalband nicht.

Eine durchdrehende Schraube heißt meist, dass das Gewinde im Glied ausgerissen ist oder die alte Schraubensicherung verhärtet ist und die Schraube blockiert. Wir versuchen zuerst, die Verbindung schonend zu lösen, ohne den Schlitz auszureißen. Gelingt das nicht, brechen wir ab und melden uns bei Ihnen, bevor wir weitergehen — ein Glied aufzubohren ist irreversibel und muss vorher besprochen sein.

Technisch ja, bei modernen Bändern mit Schraubgliedern oder Schnellverstellung sogar problemlos. Die häufigsten Schäden, die bei uns auf dem Tisch landen, entstehen an drei Stellen: Stifte, die gegen die Pfeilrichtung ausgetrieben wurden und den Splint gestaucht haben; ausgerissene Schraubenschlitze durch zu kleine Klingen; und Kratzer an den Endgliedern, weil das Band ohne Auflage in einen Schraubstock gespannt wurde. Bei Vintage-Bändern mit gestauchten Hülsenstiften ist der Grat zwischen 'geht noch' und 'Bohrung ausgeschlagen' zudem sehr schmal.

Eine feste Bearbeitungszeit nennen wir hier bewusst nicht, weil sie stark von Bandtyp und Zustand abhängt. Ein modernes Band mit Schraubgliedern oder Schnellverstellung ist zügig erledigt; ein älteres Band mit gestauchten Splinten oder ein Fall, in dem bereits mit falschem Werkzeug gearbeitet wurde, braucht deutlich länger. Wenn Sie einen Termin planen, fragen Sie den aktuellen Stand vorab an — wir geben Ihnen dann eine belastbare Auskunft für Ihre konkrete Uhr.