Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
100% Authentifiziert Versicherter Versand 5 Jahre Garantie
100% Authentifiziert Versicherter Versand 5 Jahre Garantie

Hilfe

Ankauf & Bewertung

Wenn Sie eine Uhr nicht selbst inserieren möchten, kaufen wir sie direkt an. Der Ablauf ist derselbe wie bei einer sorgfältigen Bewertung im Fachbetrieb: Sichtprüfung, Messung des Werks, Abgleich von Nummern und Unterlagen — und danach ein verbindliches Angebot. Bei Vintage-Uhren gilt für uns durchgehend der Grundsatz, so wenig wie möglich zu verändern.

Sie senden uns Referenz, Baujahr, Lieferumfang und aussagekräftige Fotos, woraufhin Sie eine erste Preisspanne erhalten — ausdrücklich unter dem Vorbehalt der Prüfung vor Ort. Anschließend bringen Sie die Uhr persönlich vorbei oder senden sie versichert und mit Wertangabe ein; für den Einsendeweg erhalten Sie eine Vorgangsnummer, unter der die Uhr bei Eingang erfasst und fotografiert wird. Danach folgt die eigentliche Bewertung mit Sichtprüfung und Werksmessung, und Sie bekommen ein verbindliches Angebot. Nehmen Sie es nicht an, geht die Uhr auf demselben versicherten Weg kostenfrei an Sie zurück.

Am Gehäuse sehen wir uns an, ob Fasen und Kanten noch scharf stehen, ob gebürstete Flächen ihre ursprüngliche Kornrichtung haben und wie tief Bodengravuren noch sind — daran ist abzulesen, wie oft und wie stark poliert wurde. Am Zifferblatt beurteilen wir Lack, Druck, Zeiger und die Alterung der Leuchtmasse und ob diese über alle Indizes hinweg gleichmäßig verlaufen ist. Technisch messen wir auf der Zeitwaage die Gangabweichung in mehreren Lagen, die Amplitude bei Vollaufzug und nach etwa 24 Stunden sowie den Abfallfehler; große Lagendifferenzen oder eine einbrechende Amplitude weisen auf verharztes Öl oder Lagerverschleiß hin. Dazu kommen der Abgleich von Referenz- und Seriennummer mit den Papieren und die Kontrolle, ob Krone, Glas, Lünette, Zeiger und Armband zur Referenz passen.

An erster Stelle stehen Referenz und Nachfrage — zwischen zwei Modellen desselben Herstellers liegen oft Welten. Danach kommt die Originalität: ein unpoliertes Gehäuse mit klaren Kanten, ein unberührtes Zifferblatt und werkseitige Teile wiegen schwerer als ein rundum aufgehübschter Zustand. Vollständigkeit von Box, Papieren und Zubehör wirkt sich deutlich aus, ebenso eine nachvollziehbare Service-Historie mit ausgewiesenen Arbeiten. Technische Mängel schlagen dagegen meist nur mit den zu erwartenden Instandsetzungskosten zu Buche, nicht darüber hinaus — ein defektes Werk ist kein Ausschlusskriterium, ein getauschtes Zifferblatt drückt den Preis oft stärker.

Ja. Stehengebliebene Werke, gerissene Zugfedern, defekte Chronographenschaltung, beschädigte Gläser oder fehlende Armbänder schließen einen Ankauf nicht aus, sie werden im Preis berücksichtigt. Wichtig ist, dass Sie den Defekt vorher benennen — auch wenn Sie ihn nur vermuten. Verzichten Sie darauf, vor dem Ankauf noch selbst reparieren zu lassen: Eine unsachgemäße Instandsetzung mit falschen oder nachgefertigten Teilen kostet mehr an Wert, als die Reparatur je einbringt. Nicht angekauft werden Uhren mit ungeklärter Herkunft sowie erkennbare Fälschungen; bei begründetem Verdacht auf Diebstahl behalten wir uns eine Meldung vor.

Reinigen Sie sie äußerlich mit einem weichen Tuch, mehr nicht. Ein Ultraschallbad ist Sache des Uhrmachers und gehört nicht in die Küche: Bei nicht mehr dichten Gehäusen zieht Flüssigkeit ins Werk, und bei Vintage-Zifferblättern oder loser Leuchtmasse kann der Ultraschall bleibende Schäden anrichten. Polieren Sie nichts — Materialabtrag ist irreversibel und wird in der Bewertung sicher erkannt. Auch ein Service kurz vor dem Ankauf lohnt sich in aller Regel nicht, weil wir die Instandsetzung ohnehin selbst kalkulieren und im Preis berücksichtigen.

Zurückhaltend. Patina auf Zifferblatt und Leuchtmasse ist ein Merkmal der Uhr und kein Schaden, und ein Zifferblatt wird nicht restauriert, weil ein restauriertes Zifferblatt den Wert dauerhaft senkt. Gehäuse bleiben unpoliert; entfernt werden allenfalls Verschmutzungen, keine Kratzer. Ausgebaute Originalteile — auch verschlissene Kronen, alte Gläser oder das originale Armband — werden aufbewahrt und bleiben bei der Uhr, statt entsorgt zu werden. Wo ein Teil ersetzt werden muss, wird das dokumentiert, damit ein späterer Käufer weiß, was original ist und was nicht.

Kaufen wir von einer Privatperson an, findet beim späteren Weiterverkauf regelmäßig die Differenzbesteuerung nach § 25a UStG Anwendung: Versteuert wird nur die Handelsspanne, und die Umsatzsteuer wird auf der Rechnung an den Endkunden nicht gesondert ausgewiesen. Für Sie als privaten Verkäufer bedeutet das, dass Sie keine Umsatzsteuer ausweisen und auch keine Rechnung mit Steuerausweis ausstellen; Sie erhalten den vereinbarten Betrag. Wir stellen Ihnen einen Ankaufsbeleg aus, der die Uhr mit Referenz und Nummer benennt. Wie Sie den Verkauf einkommensteuerlich zu behandeln haben, hängt von Ihrer persönlichen Situation und der Haltedauer ab — dazu berät Sie Ihr Steuerberater, wir dürfen das nicht.

Ja, und bei gefragten Referenzen in gutem Originalzustand ist das häufig die wirtschaftlichere Variante, weil der erzielbare Marktpreis über dem Ankaufspreis liegt. Der Unterschied ist Zeit und Aufwand: Beim Ankauf haben Sie sofort Klarheit und erhalten den Betrag nach der Bewertung, beim Inserat tragen Sie Fotografie, Beschreibung, Rückfragen und Wartezeit selbst, dafür bleibt die Spanne bei Ihnen. Beide Wege sind über dieselbe Abwicklung abgesichert. Wenn Sie unschlüssig sind, nennen wir Ihnen gern beide Zahlen — Ankaufsangebot und realistische Preisspanne im Verkauf — und Sie entscheiden danach.