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100% Authentifiziert Versicherter Versand 5 Jahre Garantie
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Hilfe

Treuhand & Sicherheit

Bei einer Treuhandabwicklung zahlt der Käufer den Kaufpreis nicht an den Verkäufer, sondern auf ein Treuhandkonto. Der Verkäufer versendet erst, wenn der Eingang bestätigt ist; ausgezahlt wird erst, wenn der Käufer die Uhr erhalten und ihren Zustand bestätigt hat. Damit trägt keine Seite das Risiko der Vorleistung — der übliche Schwachpunkt bei Uhrengeschäften unter Fremden.

Der Käufer kauft die Uhr und überweist den Kaufpreis auf das Treuhandkonto — nicht an den Verkäufer. Sobald der Eingang bestätigt ist, wird der Verkäufer zum Versand aufgefordert und übermittelt die Sendungsnummer. Nach Zustellung beginnt die Prüffrist des Käufers; in dieser Zeit vergleicht er die Uhr mit der Inseratsbeschreibung und bestätigt den Erhalt oder meldet eine Beanstandung. Erst mit der Bestätigung — oder mit dem Ablauf der Frist ohne Beanstandung — wird der Betrag an den Verkäufer freigegeben. Jeder dieser Schritte ist im Kundenkonto beider Seiten mit Zeitstempel nachvollziehbar.

Die Auszahlung erfolgt frühestens, wenn die Uhr zugestellt ist und der Käufer den Erhalt in seinem Konto bestätigt hat. Bestätigt der Käufer früher, wird auch früher ausgezahlt — die Prüffrist ist eine Obergrenze, keine Wartezeit, die zwingend verstreichen muss. Läuft die Frist ohne Bestätigung und ohne Beanstandung ab, gilt die Lieferung als angenommen und der Betrag wird freigegeben. Solange eine Beanstandung offen ist, findet keine Auszahlung statt.

Die Länge der Prüffrist wird Ihnen vor Abschluss des Kaufs und in der Bestellübersicht angezeigt. Nutzen Sie die Zeit für eine systematische Kontrolle: Referenz- und Seriennummer mit den Papieren abgleichen, Zifferblatt und Zeiger bei gutem Licht auf Beschädigungen und auf gleichmäßige Alterung der Leuchtmasse prüfen, Gehäusekanten und Fasen auf Politurspuren ansehen, alle Funktionen durchschalten (Datum, Stoppfunktion, Nullstellung, Drehlünette) und die Gangabweichung über ein bis zwei Tage im Alltag beobachten. Kontrollieren Sie außerdem die Bandbefestigung — Federstege lassen sich mit einem Werkzeug prüfen, Schraubstege sollten fest sitzen und dürfen keine Schleifspuren an den Hörnern hinterlassen haben. Wenn Sie an eine Grenze stoßen, lassen Sie das Werk bei einem Uhrmacher auf der Zeitwaage messen; Amplitude, Abfallfehler und Lagendifferenzen sagen mehr als das Gefühl nach zwei Tagen am Handgelenk.

Sie melden die Beanstandung innerhalb der Prüffrist über Ihr Kundenkonto und beschreiben, welche Angabe aus dem Inserat nicht zutrifft — belegt mit Fotos oder einem schriftlichen Befund eines Uhrmachers. Der Betrag bleibt in der Verwahrung und wird weder ausgezahlt noch automatisch erstattet, solange der Fall offen ist. Wir hören beide Seiten an und prüfen anhand von Inseratstext, Bildern und vorliegender Prüfdokumentation. Führt das zur Rückabwicklung, geht die Uhr versichert an den Verkäufer zurück, und der Kaufpreis wird an Sie erstattet. Maßstab ist immer die Beschreibung im Inserat, nicht eine allgemeine Erwartung an eine gebrauchte Uhr.

Die Gebühr wird Ihnen vor dem verbindlichen Abschluss transparent angezeigt — im Kaufprozess auf Käuferseite und in der Inseratsvorschau auf Verkäuferseite. Sie ist Bestandteil der Abrechnung und wird bei der Auszahlung beziehungsweise Zahlung berücksichtigt, es gibt keine Nachforderung im Nachhinein. Kommt es zu einer Rückabwicklung, richtet sich die Behandlung der Gebühr nach dem Ergebnis der Prüfung. Fragen zur konkreten Abrechnung Ihres Vorgangs beantworten wir gern über die Vorgangsnummer.

Erfolgt kein Versand und wird auch keine Sendungsnummer hinterlegt, wird der Vorgang nach Ablauf der Versandfrist beendet und der verwahrte Betrag an Sie zurückerstattet. Der Verkäufer erhält kein Geld, denn die Auszahlung setzt zwingend die bestätigte Zustellung voraus. Genau das ist der Zweck der Verwahrung: Ihre Zahlung liegt zu keinem Zeitpunkt beim Verkäufer, bevor Sie die Uhr in der Hand hatten. Sie müssen also nichts zurückfordern, sondern lediglich abwarten, dass der Vorgang geschlossen wird.

Weil dann eine Seite vorleisten muss — und bei Uhren geht es um Beträge, bei denen sich Betrug lohnt. Eine direkte Überweisung ist nach Ausführung praktisch nicht mehr zurückzuholen, und Zahlungsarten wie Freundschaftszahlungen bei Zahlungsdienstleistern sind bewusst ohne Käuferschutz ausgestaltet. Aufforderungen, die Abwicklung außerhalb der Plattform fortzusetzen — per Direktüberweisung, Gutscheincode oder Kryptowährung — sind das häufigste Betrugsmuster in diesem Markt. Wenn Ihnen das jemand vorschlägt, brechen Sie den Kontakt ab und melden Sie uns den Vorgang.

Der Kaufpreis wird während der Abwicklung getrennt verwahrt und nicht als Umsatz des Verkäufers oder als frei verfügbares Guthaben behandelt. Er ist zweckgebunden an genau diesen Vorgang: Er kann nur an den Verkäufer freigegeben oder an Sie zurückerstattet werden, ein dritter Weg existiert nicht. Zinsen fallen für Sie nicht an und werden auch nicht gutgeschrieben. Den aktuellen Status — verwahrt, freigegeben, erstattet — sehen Sie jederzeit im Kundenkonto beim jeweiligen Vorgang.