Bei Rolex hängt der Preis weniger am Modellnamen als an der Kombination aus Referenz, Produktionszeitraum, Zustand und Lieferumfang, in dieser Reihenfolge. Die Referenznummer ist die eigentliche Adresse der Uhr: In ihr stecken Modellfamilie, Ausführung der Lünette und das Material; zwei Referenzen, die sich nur in einer Ziffer unterscheiden, können technisch weit auseinanderliegen.
Wechselt eine Modellfamilie auf eine neue Generation, bleibt der Name auf dem Zifferblatt oft derselbe, während im Gehäuse ein anderes Kaliber arbeitet, mit eigener Gangreserve, eigenen Ersatzteilen und einem eigenen Markt. Wer nur den Modellnamen nennt, hat über die Uhr also noch nichts gesagt.
Dazu kommen Untervarianten innerhalb ein und derselben Referenz: eine geänderte Zeigerform, ein anderes Druckbild auf dem Zifferblatt, eine andere Ausführung der Leuchtmasse. Solche Wechsel laufen ohne neue Referenznummer und sind am Markt trotzdem zu spüren. Was in Ihrer Uhr steckt, klärt deshalb der Abgleich von Zifferblatt, Zeigern und Nummern, nicht der Katalogname.