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100% Authentifiziert Versicherter Versand 5 Jahre Garantie
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Service

Bandwechsel

Neues Band oder Armband fachgerecht montiert.

Preis Auf Anfrage
Dauer meist am selben Tag

Beim Bandwechsel demontieren wir das vorhandene Band, prüfen die Bandaufnahme am Gehäuse und montieren das neue Band mit passenden Stegen. Die eigentliche Arbeit steckt nicht im Wechsel selbst, sondern in der Vermessung davor und in der Handhabung: Ein abgerutschtes Federstegwerkzeug hinterlässt am polierten Bandanstoß eine Spur, die sich später nur durch Materialabtrag wieder wegnehmen lässt. Das Gehäuse bleibt beim Bandwechsel geschlossen — am Werk und an den Gehäusedichtungen wird nicht gearbeitet.

Woran Sie erkennen, dass es so weit ist

  • Das Lederband ist an der Biegestelle hinter dem Anstoß eingerissen, ausgehärtet oder hat an den Kanten die Farbe verloren; die Bandlöcher sind oval ausgeschlagen und der Dorn hält nicht mehr an derselben Stelle.
  • Ein Kautschukband ist klebrig, kreidig oder porös geworden — beides sind Alterungserscheinungen des Materials, kein Verschmutzungsproblem, das sich wegwaschen lässt.
  • Der Federsteg lässt sich mit dem Fingernagel spürbar bewegen, das Band hat sich beim Anlegen schon einmal aus einem Anstoß gelöst, oder Sie hören beim Tragen ein leises Klicken aus dem Bandanstoß.
  • Bei einem Metallband hat sich Spiel zwischen den Gliedern gebildet: Das Band lässt sich in der Länge merklich auseinanderziehen ("Stretch") und legt sich schlaff um das Handgelenk. Das ist Verschleiß in den Gliedbohrungen und Stiften, keine Frage der Einstellung.
  • Die Endglieder sitzen nicht mehr spielfrei am Gehäuse, klappern gegen die Hörner oder stehen seitlich über.
  • Die Uhr soll ihren Charakter ändern — vom Metallband auf Leder für den Alltag, auf Kautschuk oder Textil für Sport und Sommer. Das ist der einzige Fall auf dieser Liste, der nichts mit Verschleiß zu tun hat.

So gehen wir vor

  1. Eingangskontrolle und Vermessung

    Wir messen die Bandanstoßbreite mit der Schieblehre zwischen den Hörnern in Millimetern, dazu die Schließenbreite (Bänder verjüngen sich häufig, etwa von 20 auf 18 oder 20 auf 16 mm) und die maximal mögliche Bandstärke am Anstoß. Ebenso wird die Befestigungsart bestimmt: einfacher Federsteg, verstärkter Federsteg, Schraubsteg, Schnellwechselsteg mit Hebel oder ein verschraubtes beziehungsweise modellgebundenes Endglied. Wir halten außerdem fest, ob die Hörner durchbohrt sind — das entscheidet über die Werkzeugwahl.

  2. Beratung und Auswahl

    Anhand der Maße besprechen wir, was tatsächlich passt. Nicht jede Bauart nimmt jedes Band auf: Uhren mit integriertem Bandanschluss oder mit anliegenden Endgliedern brauchen ein formgebundenes Teil, ein gerade abschließendes Band hinterlässt dort eine sichtbare Lücke. Bei gewölbten Anstößen ist ein Band mit gebogenem Ende erforderlich. Auch die Schließe gehört in die Entscheidung: Eine vorhandene Faltschließe kann meist weiterverwendet werden, sie setzt aber Breite und Bandstärke fest.

  3. Demontage mit Schutz der Anstöße

    Die Bandanstöße werden abgeklebt, bevor Werkzeug angesetzt wird. Bei durchbohrten Hörnern arbeiten wir von außen mit einer feinen Spitze, sonst mit der Gabel im Spalt zwischen Band und Gehäuse. Bei Schraubstegen wird das Gewinde geschont und die Uhr sicher aufgenommen, damit kein Drehmoment auf die Hörner geht. Das alte Band und die alten Stege werden vollständig aufbewahrt.

  4. Prüfung der Bandaufnahme

    Mit abgenommenem Band sind die Hörnerbohrungen zugänglich. Wir prüfen sie auf ausgeschlagene oder ausgerissene Ränder und auf Korrosion, kontrollieren die alten Federstege auf Federkraft, auf abgenutzte Schultern und auf Verbiegung und sehen bei Metallbändern die Endglieder auf Spiel durch. Eine Uhr, die sich einmal vom Band gelöst hat, hat fast immer hier ihre Ursache — nicht am Band.

  5. Neue Stege und Montage

    Wo erforderlich, setzen wir neue Federstege in passender Länge und Stärke ein. Die Stärke ist keine Nebensache: Taucher- und Sportuhren sind häufig für verstärkte Stege ausgelegt, ein zu dünner Steg hält ein Durchzugsband nicht dauerhaft. Der Steg muss auf beiden Seiten hörbar und sichtbar einrasten; anschließend kontrollieren wir unter der Lupe, dass er mittig sitzt und die Endglieder spielfrei anliegen.

  6. Zugprobe und Sitzkontrolle

    Jede Seite wird einzeln unter Zug geprüft, bevor die Uhr das Haus verlässt. Danach passen wir die Länge an: bei Metallbändern durch beidseitiges Entnehmen von Gliedern und über die Feineinstellung der Schließe, bei Leder und Kautschuk über Bandlänge und Lochwahl. Ein Band sitzt richtig, wenn es weder rutscht noch drückt und die Schließe mittig unter dem Handgelenk bleibt.

  7. Übergabe und Rückgabe der Altteile

    Sie erhalten das alte Band, die alten Federstege und alle entnommenen Bandglieder beschriftet zurück. Dazu notieren wir die ermittelten Maße — Anstoßbreite, Schließenbreite, Stegtyp und Steglänge — damit Sie bei einem späteren Bandkauf nicht erneut messen lassen müssen.

Was enthalten ist

Im Preis enthalten

  • Vermessung von Anstoßbreite, Schließenbreite, Bandstärke und Befestigungsart mit der Schieblehre
  • Abkleben und Schutz der Bandanstöße während der gesamten Demontage
  • Fachgerechte Demontage des alten Bands, auch bei Schraubstegen, Schnellwechselstegen und verschraubten Endgliedern
  • Prüfung der Hörnerbohrungen, der alten Federstege und der Endglieder auf Verschleiß und Spiel
  • Neue Federstege in passender Länge und Stärke, wo die vorhandenen nicht mehr tragfähig sind
  • Montage, Sichtkontrolle unter der Lupe und beidseitige Zugprobe
  • Anpassung von Länge und Schließe an Ihr Handgelenk, bei Metallbändern beidseitig zur Schließe hin
  • Rückgabe von Altband, alten Stegen und entnommenen Gliedern, dazu eine Notiz der ermittelten Maße

Nicht enthalten

  • Das Band und die Schließe selbst — beides wird separat berechnet, je nach Material und Modell
  • Öffnen des Gehäuses, Wechsel der Gehäusedichtungen und Druckprüfung. Beim Bandwechsel wird das Gehäuse nicht geöffnet; eine Aussage zur Wasserdichtheit ist damit ausdrücklich nicht verbunden und wird separat als nasse oder trockene Druckprüfung gebucht.
  • Arbeiten am Uhrwerk, Regulierung und Messung von Gangabweichung oder Amplitude (siehe Revision)
  • Polieren oder Satinieren von Gehäuse, Bandanstößen oder Bandgliedern (siehe Aufbereitung)
  • Instandsetzung ausgeschlagener oder ausgerissener Hörnerbohrungen sowie Aufbuchsen und Löten an den Anstößen
  • Nachfertigung modellgebundener Endglieder, Sonderanfertigungen und Bänder für integrierte Bandanschlüsse ohne verfügbares Herstellerteil
  • Reparatur defekter Faltschließen und Ersatz fehlender Bandglieder
  • Entfernen von Stretch bei ausgeschlagenen Metallbändern — Spiel in Gliedbohrungen und Stiften lässt sich nicht durch Nachstellen beheben

Bevor Sie die Uhr einschicken

  • Messen Sie die Anstoßbreite selbst nach oder lassen Sie uns messen: Der Wert ist der Abstand zwischen den Hörnerinnenseiten in Millimetern, meist eine gerade Zahl. Bei älteren Uhren kommen ungerade Maße wie 19 oder 21 mm vor. Wenn Sie keine Schieblehre haben, schicken Sie ein Foto von oben und eines von der Seite mit einem Lineal daneben.
  • Nennen Sie die vollständige Referenznummer der Uhr — sie steht meist zwischen den Hörnern unter dem Band oder auf den Papieren. Endglieder und formgebundene Bänder sind modellabhängig, ohne Referenz lässt sich nicht sicher zuordnen.
  • Schicken Sie das alte Band und die vorhandene Schließe mit, auch wenn beides defekt ist. Sie dienen als Maßvorlage für Länge, Verjüngung und Bandstärke — und bei älteren Uhren sind sie Originalteile, die Sie behalten sollten.
  • Messen Sie Ihren Handgelenkumfang mit einem Maßband, statt ihn zu schätzen, und tun Sie es eher am Nachmittag: Das Handgelenk nimmt im Tagesverlauf und bei Wärme zu. Teilen Sie uns außerdem mit, ob Sie es lieber straff oder locker tragen.
  • Sagen Sie uns, was mit der Schließe geschehen soll: vorhandene Faltschließe übernehmen, auf Dornschließe wechseln oder eine neue Schließe montieren. Das legt Breite und mögliche Bandstärke fest.
  • Beim Versand: Uhr gepolstert und ohne lose Teile verpacken, Wert angeben und versichern. Originalteile, die Sie unverändert zurückhaben möchten, bitte ausdrücklich als solche kennzeichnen.

Bei Vintage-Uhren

Bei Vintage-Uhren gilt: so wenig wie möglich. Das Originalband und vor allem die signierte Originalschließe gehören zur Uhr und werden nicht ersetzt, sondern aufbewahrt — ein Originalband kürzen wir grundsätzlich nicht, weil sich abgeschnittene Länge nicht zurückholen lässt. Wer eine alte Uhr tragen möchte, fährt besser mit einem zweiten, neuen Band und einem eingelagerten Original. Die Bandanstöße bleiben unangetastet: Gerade an älteren Gehäusen sind die Hörnerkanten oft schon durch frühere Politur verschliffen, jeder weitere Materialabtrag verändert die Form dauerhaft und ist wertmindernd. Wir kleben die Anstöße daher immer ab, statt später zu polieren. Alte Federstege — auch die dünnen Ausführungen früherer Jahrzehnte und Stege mit Herstellerprägung — legen wir zur Uhr zurück, selbst wenn wir sie durch neue ersetzen. Ausgehärtete Vintage-Kautschukbänder lassen sich nicht regenerieren; sie werden brüchig und sollten nicht mehr getragen, aber durchaus aufbewahrt werden. Und ein Hinweis, der oft übersehen wird: Beim Abnehmen des Bands kommt der Bereich zwischen den Hörnern zum Vorschein, der nie Sonne gesehen hat. Dass er heller ist als der Rest des Gehäuses, ist normal und kein Mangel — Tritium- und frühe Leuchtmassen sowie Zifferblätter altern durch Licht und Feuchtigkeit, das Gehäuse tut es an dieser Stelle nicht.

Häufige Fragen

Maßgeblich ist der Abstand zwischen den Innenseiten der Hörner, gemessen mit einer Schieblehre in Millimetern. Übliche Werte liegen zwischen 18 und 22 mm, meist in geraden Schritten; bei älteren Uhren kommen auch 19 oder 21 mm vor. Zusätzlich brauchen Sie das Maß an der Schließe, denn viele Bänder verjüngen sich, etwa von 20 auf 18 oder von 20 auf 16 mm. Wenn Sie unsicher sind, messen wir bei der Eingangskontrolle und halten die Werte für Sie fest.

Der Bandwechsel sagt darüber nichts aus. Wir öffnen das Gehäuse dabei nicht, tauschen keine Dichtungen und führen keine Druckprüfung durch — die Uhr ist danach genauso dicht oder undicht wie vorher. Dichtungen altern unabhängig davon durch Wärme, Kosmetika und schlichtes Alter. Wenn Sie mit der Uhr ins Wasser wollen, buchen Sie eine Druckprüfung dazu; sinnvollerweise trocken zur Vorprüfung und nass zur Bestätigung. Dass bei manchen Uhren die Hörner durchbohrt sind, hat mit Dichtheit übrigens nichts zu tun — diese Bohrungen führen nicht ins Gehäuseinnere.

Nicht immer, aber häufiger, als Kunden erwarten. Federstege sind Verschleißteile: Die Feder lässt nach, die Schultern an den Enden werden rund, und ein Steg mit abgenutzten Schultern hält nicht mehr sicher in der Bohrung. Dazu kommt die Stärke — Sport- und Taucheruhren sind oft für verstärkte Stege ausgelegt, und ein zu dünner Steg trägt ein Durchzugsband auf Dauer nicht. Wir prüfen bei abgenommenem Band Federkraft, Schultern und Geradheit und tauschen, wenn einer dieser Punkte nicht stimmt. Gemessen am Wert der Uhr ist das der günstigste Teil des ganzen Vorgangs.

Das hängt an der Bauart. Uhren mit einfachen Federstegen und geraden Anstößen nehmen praktisch jedes Band der richtigen Breite auf. Uhren mit integriertem Bandanschluss, mit verschraubten oder anliegenden Endgliedern und Gehäuse mit stark gewölbten Anstößen brauchen dagegen ein formgebundenes Teil; ein gerade endendes Band lässt dort eine sichtbare Lücke. Bei Metallbändern sind Endglieder modellgebunden — ein passendes Band ohne passende Endglieder nützt nichts. Deshalb fragen wir nach der Referenznummer, bevor wir etwas empfehlen.

Das entscheidet die Befestigungsart und die Verfügbarkeit der Teile. Ein Wechsel mit Standard-Federstegen und einem vorrätigen Band ist eine kurze Arbeit; ein modellgebundenes Endglied, ein Sonderteil oder ein Band, das erst bestellt werden muss, verlängert den Vorgang deutlich. Eine belastbare Angabe machen wir nach der Eingangskontrolle, wenn feststeht, was tatsächlich verbaut wird — vorher wäre es geraten.

Technisch ist der Wechsel bei einfachen Federstegen kein Hexenwerk, und wer sauber arbeitet, kommt damit zurecht. Das Risiko liegt woanders: Rutscht das Werkzeug ab, sitzt der Kratzer an der Außenseite des Bandanstoßes — an der sichtbarsten Stelle des Gehäuses. Wegbekommen lässt er sich nur durch Polieren, und Polieren trägt Material ab, verschleift die Kante zwischen satinierter und polierter Fläche und ist nicht umkehrbar. Der zweite Punkt ist die Kontrolle bei abgenommenem Band: ausgeschlagene Hörnerbohrungen und ermüdete Stege sieht man nur in diesem Moment, und genau sie sind der Grund, wenn eine Uhr später vom Handgelenk fällt.

Nein. Dieses Spiel entsteht durch Verschleiß in den Gliedbohrungen und an den Verbindungsstiften und lässt sich nicht durch Nachziehen oder Einstellen beheben. Neue Stifte helfen nur, wenn die Bohrungen selbst noch rund sind; sind sie oval ausgeschlagen, bleibt das Band weich. Das ist dann eine Frage von Bandersatz oder Instandsetzung, nicht von Anpassung — wir sagen Ihnen bei der Begutachtung ehrlich, was der Fall ist.