Wann eine Revision ansteht, entscheidet der Zustand und nicht der Kalender. Anzeichen sind eine Gangabweichung, die über Wochen zunimmt, eine Krone, die sich schwer oder rau dreht, Beschlag unter dem Glas nach einem Temperaturwechsel und ein Rotor, der beim Drehen hörbar schleift. Nach einem Wasserkontakt, dem keine Dichtheitsprüfung vorausging, ist der Gang in die Werkstatt ohnehin sinnvoll.
Bei einer Revision wird das Werk zerlegt, gereinigt, neu geölt und reguliert, Verschleißteile und Dichtungen werden getauscht, danach wird auf Dichtheit geprüft. Angeboten werden außerdem Aufbereitung, Bandwechsel, Band ziehen und Batteriewechsel.
Bewahren Sie jeden Beleg auf, auch den über eine Arbeit, die klein aussieht. Bei einer Uhr ohne Garantiekarte trägt eine lückenlose Servicehistorie den Nachweis: Sie verbindet die Uhr über ihre Nummer mit einer Werkstatt und einem Datum, und sie zeigt, dass die Uhr in Betreuung war und nicht nur gelegen hat. Umgekehrt kostet Trockenlauf Lagerbohrungen und Zapfen; wer die Wartung lange aufschiebt, spart nichts, sondern verschiebt den Betrag in die Bewertung.