Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
100% Authentifiziert Versicherter Versand 5 Jahre Garantie
100% Authentifiziert Versicherter Versand 5 Jahre Garantie

Wer gebrauchte Rolex Submariner Referenzen vergleicht, liest mit der Referenznummer zugleich Generation, Gehäuse, Kaliber, Lünette und Leuchtmasse. Der Modellname bleibt seit sieben Jahrzehnten gleich, die Uhren dahinter haben sich in Glas, Werk, Band und Zifferblatt mehrfach grundlegend verändert. Wir gehen die Familie von der 6204 bis zur 126610 durch, zeigen für jede Generation die Merkmale, die sich auf Angebotsfotos prüfen lassen, und benennen die typischen Fallstricke beim Gebrauchtkauf: Servicezifferblätter, nachgeleuchtete Zeiger, zusammengesetzte Uhren und Unterlagen, die nicht zur Seriennummer passen.

1. Eine Uhr, sieben Jahrzehnte, viele Referenzen

Die Submariner ist eine der wenigen Uhren, deren Grundgestalt seit ihrem ersten Erscheinen kaum verändert wurde: Taucherlünette, schwarzes Zifferblatt mit Leuchtindizes, Stahlgehäuse mit verschraubter Krone. Gerade diese Beständigkeit macht den Gebrauchtkauf anspruchsvoll. Auf den ersten Blick ähneln sich Uhren aus den sechziger Jahren und aus dem vergangenen Jahrzehnt erstaunlich stark, obwohl zwischen ihnen ein anderes Werk, ein anderes Glas, eine andere Leuchtmasse und ein anderes Gehäuse liegen. Der Modellname allein hilft bei der Einordnung deshalb kaum weiter.

Gebaut wurde die Submariner ab 1953, öffentlich vorgestellt wurde sie 1954 auf der Basler Uhrenmesse; in deutscher Übersetzung heißt es dazu: „Die erste Submariner wurde 1954 auf der Basler Uhrenmesse der Öffentlichkeit vorgestellt“ (Wikipedia). Seitdem hat der Hersteller die Uhr in vielen kleinen und einigen großen Schritten weiterentwickelt. Jeder dieser Schritte hat sich in einer neuen Referenznummer niedergeschlagen, und genau diese Nummern sind für Käufer das wichtigste Werkzeug, um ein Angebot einzuordnen.

Die Referenznummer legt fest, mit welchem Kaliber eine Uhr ausgeliefert wurde, welches Glas sie trägt, ob die Lünette aus Aluminium oder Keramik besteht, welche Bandbreite das Gehäuse hat und welche Leuchtmasse auf Zifferblatt und Zeigern zu erwarten ist. Wer diese Zuordnung kennt, kann aus einem einzigen guten Foto ablesen, ob die beschriebene Uhr in sich stimmig ist oder ob Teile verschiedener Generationen kombiniert wurden. Das ist kein Expertenwissen, sondern eine Frage der Systematik, die sich mit etwas Übung anwenden lässt.

Dieser Beitrag führt deshalb entlang der Referenzfamilie durch die Generationen, von den frühen Modellen der fünfziger Jahre bis zur aktuellen Ausführung von 2020. Für jede Generation nennen wir die Merkmale, die auf Angebotsfotos sichtbar sind, und am Ende steht eine Prüfliste, die Sie auf jedes Inserat anwenden können. Das Treuhandkonto, über das bei CHRONOWERK alle Zahlungen abgewickelt werden, sichert die Zahlung ab; die Plausibilitätsprüfung der Uhr selbst ersetzt es nicht.

2. Die Referenznummer lesen: Stellenzahl und Buchstaben

Die erste Orientierung gibt die Länge der Nummer. Vierstellige Referenzen wie 6204, 5512, 5513 und 1680 stehen für die Vintage-Generationen bis in die achtziger Jahre. Mit der 16800 begann 1979 die Zeit der fünfstelligen Nummern (Fratello); Sotheby's ordnet die 16800 und die 14060 als Neo-Vintage ein. Sechsstellige Referenzen wie die 116610 kennzeichnen die Stahlmodelle ab 2010, die Modelle aus Edelmetall bereits ab 2008 (Fratello). Bei Rolex-Angeboten im Bestand ist diese Grobeinteilung der schnellste Weg, um Angebote zu sortieren, bevor man in die Details der einzelnen Referenz geht.

Mit der Generation von 2020 kam eine weitere Regel hinzu. Der Hersteller ersetzte die zweite Ziffer der Referenz, in deutscher Übersetzung: „die zweite Ziffer ‚1‘ wurde durch eine ‚2‘ ersetzt; so wurde aus der 116610 die 126610“ (Fratello). Die Stellenzahl blieb also gleich, und ein flüchtiger Blick auf ein Inserat kann die beiden Generationen leicht verwechseln. Gerade bei den sechsstelligen Referenzen lohnt es deshalb, die zweite Ziffer gezielt zu prüfen, denn sie trennt zwei Gehäuse, zwei Kaliber und zwei Bandbreiten voneinander.

Die Buchstaben am Ende der Nummer bezeichnen die Farbe der Lünette, und zwar auf Französisch. Ein Auktionshaus beschreibt das so, in deutscher Übersetzung: Längere Referenznummern tragen „oft Buchstaben, die (auf Französisch) die Lünettenfarbe einer bestimmten Uhr bezeichnen“ (Sotheby's). LN steht für noir, also schwarz, LV für vert, also grün, LB für bleu, also blau. Passt der Buchstabe nicht zur Lünette auf dem Foto, ist entweder die Referenz falsch angegeben oder die Lünetteneinlage wurde getauscht.

Auch innerhalb der vierstelligen Nummern steckt Information. Die 5512 und die 5513 sind äußerlich nahezu identisch, unterscheiden sich aber im Werk: Die 5512 erhielt ein Chronometerkaliber, die 5513 nicht (Monochrome). Für den Service ist die Grenze zwischen den Generationen ebenfalls relevant. Nach Fratello betrachtet der Hersteller fünfstellige Referenzen bei Reparatur und Wartung noch als modern und nicht als Vintage. Wer eine Uhr nach dem Kauf zur Revision geben möchte, sollte deshalb schon vorher wissen, auf welcher Seite dieser Grenze die Referenz liegt.

3. Die frühen Jahre: 6204, 6205, 6200, 6536 und 6538, 5508

Die ersten Submariner trugen die Referenzen 6204 und 6205. Welche von beiden zuerst entstand, ist nach Wikipedia nicht eindeutig geklärt; beide sind nahezu identisch. Technisch hält dieselbe Quelle fest, dass beide mit dem Kaliber A260 ausgestattet waren und das Gehäuse einen Durchmesser von 37,0 Millimetern hatte (Wikipedia). Bei den Zeigern widersprechen sich die Quellen: Nach Revolution trägt die 6205 Mercedes-Zeiger und die 6204 schlanke Bleistiftzeiger, nach Wikipedia hatten beide Bleistiftzeiger, und die Mercedes-Zeiger kamen erst mit der 6200. Die Zeigerform allein reicht für die Zuordnung deshalb nicht aus. Auf 40,0 Millimeter wuchs das Gehäuse nach Wikipedia erst 1959.

Kurz darauf folgte die 6200. Der Hersteller stellte sie 1955 aus Gründen der einfacheren Bedienung mit einer deutlich größeren Aufzugskrone vor, die sich leichter aufschrauben ließ (Revolution). Ihr Zifferblatt erinnert an die Explorer, mit arabischen Ziffern bei 3, 6 und 9 Uhr (Monochrome). Wenig später ordnete der Hersteller die Familie neu und produzierte die 6536 mit kleiner und die 6538 mit übergroßer Krone; beide erhielten das überarbeitete Kaliber 1030 (Wikipedia). Sotheby's nennt die 6538 mit großer Krone und die 6200 an erster Stelle, wenn es um die besonders gesuchten Sammlerreferenzen der Baureihe geht.

Den Abschluss der frühen Phase bildet die 5508, nach Sotheby's die letzte Submariner, die ohne Kronenschutz gebaut wurde. Sie ist zugleich die erste Referenz, deren Zifferblatt mit Tritium statt Radium leuchtete (Monochrome, Wikipedia). Die früheren Modelle dagegen tragen nach Sotheby's alle vergoldet bedruckte Zifferblätter mit Radium-Leuchtmasse, was ihnen ihr warmes Erscheinungsbild gibt. Für die Bewertung bedeutet das: Leuchtmasse, Druckfarbe und Zeigerform müssen bei diesen Referenzen zueinander passen, sonst ist mindestens ein Teil nicht ursprünglich.

Für die meisten Käufer bleiben diese Referenzen ein Randthema. Der Hersteller baute in dieser Zeit nach Sotheby's deutlich weniger Uhren als ein Jahrzehnt später, und die frühen Modelle ohne Kronenschutz erzielen auf Auktionen meist Preise im obersten Bereich der Baureihe (Sotheby's). Wer eine dieser frühen Uhren in Betracht zieht, sollte ohne schriftliches Gutachten eines spezialisierten Uhrmachers nicht kaufen. Die Prüfung von Radium-Zifferblättern, frühen Lünetten und den verschiedenen Kronengrößen verlangt Vergleichsmaterial, das auf Angebotsfotos allein nicht zu leisten ist.

4. 5512 und 5513: die Blaupause mit Kronenschutz

Mit der 5512 erhielt die Submariner die Form, die sie im Kern bis heute trägt. Das runde Gehäuse misst nach Monochrome rund 40 Millimeter, die Krone ist nun 7 Millimeter groß und wird erstmals durch einen Kronenschutz abgeschirmt. Die große Krone wurde danach zum festen Bestandteil der Baureihe (Wikipedia). Wer eine Submariner 5512 im Katalog mit einer heutigen Submariner vergleicht, erkennt die Verwandtschaft sofort, auch wenn Glas, Werk und Leuchtmasse grundverschieden sind.

Die beiden Referenzen unterscheiden sich vor allem im Werk. Monochrome fasst es knapp zusammen, in deutscher Übersetzung: „Die beiden Uhren sind genau gleich, nur bekam die eine ein Chronometerwerk und die andere nicht.“ Bei der 5512 wechselte der Hersteller Anfang der sechziger Jahre vom nicht geprüften Kaliber 1530 auf das Chronometerkaliber 1560, später folgte das Kaliber 1570 (Monochrome). Die 5513 blieb ohne Chronometerzeugnis und wurde über einen sehr langen Zeitraum gebaut, weshalb sie in vielen Ausführungen am Markt auftaucht.

Auf Angebotsfotos verrät das Zifferblatt die Ausführung. Frühe 5512 tragen vergoldet bedruckte Zifferblätter mit zwei Zeilen über 6 Uhr; mit dem Chronometerwerk kamen zwei zusätzliche Zeilen mit den Worten „Superlative Chronometer / Officially Certified“ hinzu (Monochrome). Die 5513 zeigt über 6 Uhr dagegen nur die Modellbezeichnung und die Tiefenangabe. Der zweite Blick gilt dem Kronenschutz: Bis 1964 waren die Schultern pyramidenförmig und liefen spitz zu, danach wurden sie abgerundet (Wikipedia). Eine frühe Seriennummer mit runden Schultern verlangt eine Erklärung.

Auch die Zifferblattfarbe und der Druck haben sich gewandelt. Nach Sotheby's wechselte der Hersteller Mitte der sechziger Jahre zu matten Zifferblättern mit pudrigerer schwarzer Oberfläche und meist weißem Druck; Wikipedia datiert das Ende der vergoldeten Zifferblätter auf 1965 bis 1966. Bei der 5513 zeigt sich die Spannweite besonders deutlich: Die frühesten Exemplare haben vergoldete Zifferblätter mit Radium, die spätesten glänzende Zifferblätter mit Einfassungen aus Weißgold (Sotheby's). Glas war bei dieser Generation durchweg Acryl.

Zwei Sonderfälle sollten Sie kennen, ohne sie hier zu vertiefen. Für militärische Auftraggeber entstanden Uhren, die teils die Referenz 5513 und teils die eigene Referenz 5517 tragen, und verwandt damit sind die Uhren für das Tauchunternehmen COMEX (Sotheby's). Ein Angebot mit entsprechender Zifferblattbeschriftung oder Gravur ist ohne lückenlose Dokumentation nicht seriös zu bewerten und gehört zwingend in die Hände eines Spezialisten.

5. 1680: die erste Submariner mit Datum

Im Jahr 1969 stellte der Hersteller die Referenz 1680 vor (Revolution), nach Wikipedia die erste Submariner mit Datumsfunktion. Im Inneren arbeitete, in deutscher Übersetzung, „das Automatikkaliber 1575, das bereits in der Datejust und der GMT-Master im Einsatz war“ (Monochrome). Das gemeinsame Kaliber verbindet die Submariner mit der Reiseuhr des Herstellers; deren heutige Ausführung behandelt der Beitrag über die GMT-Master II mit rot-blauer Lünette. Monochrome bezeichnet die Einführung des Datums als Wendepunkt für die Submariner.

Mit dem Datum kam die Zyklopenlupe über dem Datumsfenster, die das Auktionshaus Sotheby's als bekanntes Merkmal aus der Datejust beschreibt. Zugleich gilt eine einfache Regel: Nach Sotheby's erhielt die Submariner ihren Kronenschutz vor dem ersten Modell mit Datum, sodass jede Submariner mit Datum auch einen Kronenschutz hat. Eine Uhr mit Datumsfenster, aber ohne Schultern neben der Krone, passt damit nicht zu einer originalen Submariner, ganz gleich, wie überzeugend Zifferblatt und Lünette auf dem Foto wirken.

Die frühen Exemplare tragen den Schriftzug „Submariner“ in Rot, weshalb Sammler sie als „Red Sub“ bezeichnen; Sotheby's erklärt den Namen mit der Farbe der Schrift auf frühen Zifferblättern. Monochrome datiert die rote Aufschrift auf 1969 bis 1975; danach trug die 1680 eine weiße Aufschrift. Für die Bewertung einer Submariner Date 1680 ist entscheidend, ob die rote Schrift zum Gehäusealter passt und ob das Zifferblatt in Druckbild und Leuchtmasse zur übrigen Uhr stimmt.

Bei der 1680 hängt die Einordnung einer Uhr stark am Zifferblatt. Nach Monochrome gab es während der sechs Jahre der roten Aufschrift mehrere Zifferblattvarianten, die Sammler im Detail unterscheiden; sie weichen in Schriftform und Druckbild voneinander ab. Entsprechend groß ist der Anreiz, ein gesuchtes Zifferblatt in ein passendes Gehäuse zu setzen. Ein Angebot, das ein rotes Zifferblatt hervorhebt, sollte deshalb Nahaufnahmen von Druck, Indizes und Zeigern sowie Angaben zur Herkunft des Zifferblatts enthalten.

Verfärbte oder bräunlich gealterte Zifferblätter sind bei dieser Generation ein eigenes Kapitel, das wir hier nur streifen. Ob eine solche Alterung als gewachsene Patina oder als Schaden zu werten ist, behandelt der Beitrag zu Tropical Dials und Patina als Werttreiber. Für die Einordnung einer 1680 genügt an dieser Stelle der Hinweis, dass auch ein verfärbtes Zifferblatt zu Leuchtmasse und Zeigern passen muss und dass ein auffällig frisches Zifferblatt in einem stark getragenen Gehäuse Fragen aufwirft.

Submariner-Referenzen im Bestand

Von der 5512 bis zur 126610LV

Vier Generationen der Taucheruhr im direkten Vergleich: vierstellige Vintage-Referenzen, fünfstellige Neo-Vintage-Modelle und die Keramikgenerationen ab 2010.

6. Die fünfstelligen: 16800, 168000, 16610, 14060 und 14060M

Die 16800 eröffnete 1979 die Reihe der fünfstelligen Referenzen. Nach Fratello war sie die erste Submariner mit Saphirglas und dem damals neuen Kaliber 3035. Das Werk schwingt nach Monochrome mit 28.800 statt 19.800 Halbschwingungen pro Stunde und bringt eine Schnellschaltung für das Datum mit. Zugleich stieg die Wasserdichtigkeit auf 300 Meter, den Wert, den die Uhr bis heute trägt (Monochrome). Was hinter solchen Druckangaben steckt, erläutert der Beitrag über Druckklassen und Wasserdichtigkeit.

Ein Detail der 16800 ist für die Datierung nützlich. Bis 1981 ließ sich die Lünette der Submariner in beide Richtungen drehen; erst danach wurde sie einseitig drehend (Monochrome). Auch das Zifferblatt änderte sich während der Bauzeit: Es wechselte von matt zu glänzend, und die Leuchtindizes waren zunächst aufgedruckt, später aufgesetzte, mit Leuchtmasse gefüllte Einfassungen aus Weißgold (Monochrome). Revolution datiert diesen Wechsel auf 1984. Ein mattes Zifferblatt mit aufgedruckten Indizes gehört also in die frühe Phase, ein glänzendes mit Einfassungen in die späte.

Die 168000 ist ein Übergangsmodell. Nach Revolution wurde sie 1988 nur wenige Monate lang gebaut, bevor die 16610 kam. Ihre Besonderheit liegt im Material: Der Hersteller stattete sie mit Stahl der Sorte 904L aus und ersetzte damit den bis dahin verwendeten Stahl 316L (Fratello). Danach folgte die 16610 mit dem Kaliber 3135. Fratello datiert ihre Einführung auf 1988 und hält frühere Angaben für unvereinbar mit dem Debüt des Kalibers, Revolution nennt 1989; gebaut wurde sie bis 2010 (Fratello). Eine Submariner Date 16610 wurde über mehr als zwei Jahrzehnte gebaut.

Gerade wegen dieser langen Bauzeit ist die 16610 die Referenz, bei der sich die Prüfung von Details am meisten lohnt. Fratello nennt drei Änderungen während der Laufzeit: den Wechsel von Tritium zu Super-LumiNova im Jahr 1998, den Wegfall der Bohrungen in den Bandanstößen 2003 und die Gravur des Innenrings mit dem Markennamen ab 2005. Ein Zifferblatt mit Tritium-Leuchtmasse in einem Gehäuse ohne Bandanstoßbohrungen und mit graviertem Innenring passt nicht zusammen. Solche Kombinationen sind ein deutlicher Hinweis auf einen späteren Zifferblatttausch.

Die Referenz ohne Datum folgte einem eigenen Rhythmus. Die 14060 löste die 5513 ab, nach Revolution 1989, nach Fratello 1990. Mit ihr verschwand das kratzempfindliche Acrylglas zugunsten eines flachen Saphirglases (Revolution). Im Inneren arbeitete zunächst das Kaliber 3000 ohne Chronometerzeugnis (Fratello). Ab 1999 erhielt sie das Kaliber 3130 und hieß fortan 14060M (Fratello). Das Zifferblatt trug zunächst nur zwei Zeilen über 6 Uhr, den Modellnamen und die Tiefenangabe; 2007 ergänzte der Hersteller „Superlative Chronometer“ und „Officially Certified“, und aus dem Zweizeiler wurde der Vierzeiler (Fratello). Das Werk blieb dabei dasselbe; der Hersteller ließ es lediglich von der COSC zertifizieren (Fratello).

Für Käufer heißt das: Eine Submariner 14060M kann zwei- oder vierzeilig sein, und beides ist korrekt, solange Zifferblatt und Produktionszeitraum zusammenpassen (Monochrome). Ein Sonderfall der fünfstelligen Generation ist die 16610LV. Zum 50. Jubiläum der Baureihe brachte der Hersteller 2003 eine Referenz mit grüner Lünette heraus (Fratello). Sie trägt nach Fratello bereits das Maxi-Zifferblatt mit größeren Leuchtflächen, dazu eine grüne Lünetteneinlage aus Aluminium (WatchTime) über schwarzem Zifferblatt. Das unterscheidet sie auf Fotos klar von der späteren Keramikgeneration.

7. Die sechsstelligen: Super Case, Keramik und Maxi-Zifferblatt

Die Stahlreferenzen der Submariner wechselten 2010 in die sechsstellige Generation, die Modelle aus Edelmetall bereits 2008 (Fratello). Die Stahlausführung mit Datum wurde nach Wikipedia auf der Basler Messe 2010 unter der Referenz 116610 vorgestellt; zugleich erhielt das Saphirglas eine Entspiegelung auf der Innenseite (Wikipedia). Die Ausführung ohne Datum folgte nach Revolution 2012 als Referenz 114060. Seit 2020 sind diese Uhren die jüngste abgelöste Generation und damit nur noch gebraucht zu bekommen.

Der Durchmesser blieb mit 40 Millimetern gleich, aber die Bandanstöße wurden kräftiger und der Kronenschutz dicker (Fratello). Sammler nennen dieses Gehäuse Super Case oder Maxi-Gehäuse; nach WatchTime kam es mit breiten Bandanstößen und großem Kronenschutz zusammen mit der Keramiklünette. Dazu änderte sich das Zifferblatt: größere Indizes, das sogenannte Maxi-Zifferblatt, und breitere Zeiger (Fratello), gefüllt mit der hauseigenen Leuchtmasse Chromalight (Revolution). Monochrome beschreibt die Form dieses Gehäuses als kantig; auf Seitenaufnahmen ist sie am besten zu erkennen.

Die Lünetteneinlage besteht nun aus Cerachrom, einer Keramik, die Revolution als farbbeständig und kratzfest beschreibt. Mit der 116610LN kam die schwarze Cerachrom-Lünette in die Stahlausführung; die Modelle aus Edelmetall hatten die Keramikeinlage bereits 2008 erhalten (Fratello). Zugleich bekam das Band nach Fratello ein neues Schließensystem mit werkzeuglos verstellbarer Verlängerung in der Schließe, das unter dem Namen Glidelock bekannt ist (Wikipedia). Wer eine Submariner Date 116610LN prüft, sollte deshalb neben Lünette und Zifferblatt auch Schließe und Bandanstöße auf den Fotos sehen wollen.

Auf Angebotsfotos ist diese Generation leicht zu erkennen, sofern die Bilder die Seitenansicht zeigen. Das breite Gehäuse mit den massiven Bandanstößen, die Keramikeinlage mit ihrem tiefen Glanz und die großen Indizes ergeben ein unverwechselbares Bild. Schwieriger ist die Abgrenzung zur Generation von 2020, die auf frontalen Aufnahmen ähnlich wirkt. Hier entscheidet die Seitenansicht, die zweite Ziffer der Referenz und ein Detail auf dem Zifferblatt, das im nächsten Abschnitt beschrieben wird.

Die gravierte Innenring-Beschriftung und die Seriennummer bei 6 Uhr sind bei dieser Generation Standard; die Seriennummer zwischen den Bandanstößen gibt es hier nicht mehr. Damit hat sich auch die Datierung verändert: Seit dem Wechsel auf zufällig vergebene Seriennummern lässt sich das Herstellungsjahr nicht mehr aus der Nummer ablesen. Wie Sie unter diesen Bedingungen den Kaufzeitpunkt plausibel machen, behandelt Abschnitt 9 ausführlich, denn dort liegt bei den sechsstelligen Referenzen der eigentliche Prüfaufwand.

8. Die aktuelle Generation ab 2020: 126610LN, 126610LV, 124060

Im Jahr 2020 stellte der Hersteller eine neue Generation vor. Das Gehäuse wuchs nach Herstellerangabe von 40 auf 41 Millimeter, und die Breite am Bandanstoß stieg von 20 auf 21 Millimeter (Fratello). Gemessene Werte weichen von der Herstellerangabe ab: WatchTime kam am Testexemplar auf 40,8 statt zuvor 40,3 Millimeter. Wir bleiben deshalb bei der offiziellen Größe von 41 Millimetern. Für Käufer zählt vor allem die Bandbreite: Ein 20 Millimeter breites Band der Vorgängergeneration passt nicht an das neue Gehäuse, und ein Angebot mit gemischten Teilen fällt an dieser Stelle auf.

Die Form des Gehäuses hat sich spürbar verändert. Nach Monochrome hat der Hersteller die Innenseite der Bandanstöße um 0,5 Millimeter abgetragen, sie dadurch deutlich schlanker gemacht und sich vom sogenannten Super Case entfernt; das Band ist auf ganzer Länge einen Millimeter breiter. WatchTime sieht darin eine Rückkehr zur früheren, eleganteren Gehäuseform der Kermit genannten 16610LV. Auf Seitenaufnahmen ist der Unterschied zur 116610 deutlich, auf frontalen Fotos dagegen kaum zu sehen.

Im Inneren arbeiten neue Werke: das Kaliber 3235 in der Ausführung mit Datum und das Kaliber 3230 ohne Datum, beide mit COSC-Zeugnis (Wikipedia). Die Gangreserve stieg von 48 auf 70 Stunden (WatchTime). Zusätzlich zur Prüfung der COSC durchläuft die Uhr nach WatchTime eine hausinterne Prüfung, die das eingeschalte Werk auf eine Abweichung zwischen minus zwei und plus zwei Sekunden pro Tag festlegt. Die Submariner 126610LV mit grüner Lünette trägt dieselbe Technik wie die 126610LN; sie unterscheidet sich in der Farbe der Lünette, das Zifferblatt ist bei beiden schwarz (Sotheby's, WatchTime).

Das wichtigste Erkennungsmerkmal auf Angebotsfotos ist klein. WatchTime beschreibt es so, in deutscher Übersetzung: „Neu ist auch die kleine Krone auf dem Zifferblatt zwischen den Worten ‚Swiss‘ und ‚Made‘, die, wie bei anderen Rolex-Modellen, für das neuere Kaliber 3235 steht.“ Eine Aufnahme, die den unteren Zifferblattrand bei 6 Uhr scharf zeigt, genügt also, um die Generation zu bestimmen. Fehlt die kleine Krone bei einer angeblichen 126610, passt das Zifferblatt nicht zur angegebenen Referenz.

Die grüne 126610LV kehrt nach Fratello zur Kombination aus grüner Lünette und schwarzem Zifferblatt zurück, wie sie die 16610LV trug, und wird ebenfalls als Jubiläumsmodell verstanden. Die Ausführung ohne Datum heißt 124060. WatchTime hat bei ihr diagonal von 2 nach 8 Uhr 41,36 Millimeter gemessen, verglichen mit 40,6 Millimetern bei der Vorgängerin. Solche Messwerte sind für den Vergleich zweier Uhren nützlich, ersetzen aber nicht die Herstellerangabe in Papieren und Katalog.

Submariner Date 41mm

Submariner Date 126610LN

Die aktuelle Generation mit offiziell 41 Millimetern Gehäusedurchmesser, 21 Millimetern Bandanstoß und dem Kaliber 3235 mit 70 Stunden Gangreserve. Erkennbar an der kleinen Krone zwischen Swiss und Made bei 6 Uhr und an den schlanken Bandanstößen. Prüfen Sie im Angebot Seriennummer, Herstellerkarte, Bandbreite und Lünetteneinlage gemeinsam, bevor Sie sich für eine Uhr entscheiden.

Referenz ansehen

9. Fallstricke beim Kauf: Servicezifferblatt, Austauschteile, Papiere

Der häufigste Fallstrick betrifft Zifferblatt und Zeiger. Fratello hält fest, dass eine Rolex mit originalem Zifferblatt und originalen Zeigern höher bewertet wird als eine mit Serviceteilen, selbst wenn diese vom Hersteller stammen. Hinzu kommt die Praxis der Servicecenter: In deutscher Übersetzung „werden bei Uhren, die zur Reparatur eingeschickt werden, die Gehäuse aufgearbeitet, Teile erneuert und beschädigte Zifferblätter ausgetauscht“ (Quill & Pad). Ein Servicebeleg ist deshalb wichtig, sagt aber nicht aus, dass die Uhr in ihrem Originalzustand ist.

Schwieriger wird es bei nachgeleuchteten Zifferblättern und Zeigern. Quill & Pad beschreibt Arbeiten, die mit gealtert wirkender Leuchtmasse so überzeugend ausgeführt sind, dass sie nur unter UV-Licht leuchten und mitunter nicht von einem unberührten Vintage-Exemplar zu unterscheiden sind. Auf Fotos lässt sich eine solche Nachleuchtung deshalb kaum sicher ausschließen. Für den Kauf gilt: Bei Vintage-Referenzen gehört eine Prüfung der Leuchtmasse durch einen Uhrmacher zum Kaufprozess, nicht in die Zeit danach.

Ein weiteres Risiko sind Uhren aus Teilen verschiedener Herkunft. Monochrome beschreibt Uhren ohne Papiere, die möglicherweise aus Teilen mehrerer Uhren zusammengesetzt sind, und weist auf die Folgen beim Service hin: Passen Teile nicht zusammen, wird die Uhr in deutscher Übersetzung „entweder ganz abgelehnt oder der Service verweigert, sofern verdächtige Teile nicht ersetzt werden“ (Monochrome). Ein günstiger Preis kann sich so schnell relativieren, wenn nach dem Kauf Gehäuse, Zifferblatt oder Lünette auf eigene Kosten ersetzt werden müssen.

Die Seriennummer ist der zweite Prüfpunkt. Bis 2007 stand sie zwischen den Bandanstößen bei 6 Uhr (Fratello), danach wurde sie per Laser auf den Innenring bei 6 Uhr graviert (Monochrome). Die Gravur ROLEX ROLEX ROLEX auf dem Innenring setzte der Hersteller nach Monochrome ab etwa Ende 2004 ein, bis 2008 war sie bei den meisten Modellen angekommen. Ab 2009 oder 2010, je nach Quelle, werden die Nummern zufällig vergeben (Monochrome, Fratello). Ab dann lässt sich das Herstellungsjahr nur noch über die Unterlagen belegen.

Deshalb ist die vom Händler ausgefüllte Herstellerkarte bei jüngeren Uhren so wichtig. Seit dem 1. Juli 2015 hat der Hersteller die Laufzeit seiner Herstellerzusage für Käufe bei autorisierten Händlern von zwei auf fünf Jahre verlängert (Quill & Pad). Prüfen Sie, ob die Seriennummer auf der Karte mit der Gravur am Innenring übereinstimmt und ob Referenz und Kaufdatum zur Generation passen. Welche Unterlagen bei älteren Uhren zu verlangen sind, behandelt der Beitrag über Provenienz und Papiere bei Vintage-Uhren.

Taucheruhren nach Marken

Verwandte Marken im Bestand

Neben der Submariner prägen weitere Hersteller das Feld der mechanischen Taucheruhr, darunter die Schwestermarke Tudor mit ihrer eigenen Submariner.

10. Prüfliste für Angebotsfotos und Fazit

Aus den Generationen ergibt sich eine Reihe von Fragen, die Sie an jedes Angebot stellen können. Die meisten lassen sich aus guten Fotos beantworten, einige erfordern eine Rückfrage beim Verkäufer. Entscheidend ist, dass alle Antworten zusammenpassen: Referenz, Seriennummer, Glas, Lünette, Zifferblatt, Innenring, Bandbreite und Unterlagen bilden zusammen ein Bild, das in sich stimmig sein muss. Ein einzelnes abweichendes Merkmal ist noch kein Beweis für eine Fälschung, aber ein klarer Anlass für Nachfragen.

  1. Referenz und Seriennummer: Passen beide zum angegebenen Zeitraum? Bis 2007 steht die Seriennummer zwischen den Bandanstößen bei 6 Uhr, danach auf dem Innenring bei 6 Uhr.
  2. Glas und Lünette: Acryl bis zur 1680 und 5513, Saphir ab 16800 und 14060. Aluminiumeinlage bis zur fünfstelligen Generation, Keramik bei den Stahlmodellen ab 2010, Farbe passend zum Buchstaben.
  3. Zifferblatt und Kaliber: Stimmen Zeilenzahl, Druckfarbe und Leuchtmasse mit dem Werk überein? Bei Modellen ab 2020 muss die kleine Krone zwischen Swiss und Made stehen.
  4. Gehäuse und Band: Gravierter oder glatter Innenring passend zum Jahr? Bandanstoß 20 Millimeter bis 2020, danach 21 Millimeter, Bohrungen in den Bandanstößen bei der 16610 nur bis 2003.
  5. Unterlagen: Herstellerkarte, Kaufbeleg und Servicebelege mit Datum und Werkstatt. Stimmt die Seriennummer auf der Karte mit der Gravur an der Uhr überein?

Diese Liste ersetzt keine Begutachtung, aber sie trennt schlüssige Angebote von solchen, bei denen Nachfragen nötig sind. Wer bei einer Uhr mehrere Widersprüche findet, sollte sie nicht durch einen niedrigen Preis aufwiegen lassen. Nach Fratello liegt der Wert einer Uhr mit originalem Zifferblatt und originalen Zeigern über dem einer Uhr mit Serviceteilen; eine Aussage über die künftige Preisentwicklung lässt sich daraus nicht ableiten. Die Referenznummer liefert den Prüfrahmen, die Unterlagen liefern den Nachweis, und beides gehört zusammen.

Wer eine Submariner kauft, sollte deshalb nicht nur auf die Uhr, sondern auch auf die Abwicklung achten. Bei CHRONOWERK läuft der Kauf über eine Treuhand-Abwicklung mit Prüffrist nach Zustellung: Der Kaufpreis geht auf ein Treuhandkonto und wird erst freigegeben, wenn Sie die Uhr erhalten und ihren Zustand bestätigt haben oder die Prüffrist ohne Beanstandung abgelaufen ist. In dieser Frist vergleichen Sie die Uhr mit der Beschreibung im Inserat. Das ersetzt nicht die Prüfung vor dem Kauf, verschiebt sie aber auf einen Zeitpunkt, an dem Sie die Uhr in der Hand halten.

Ein letzter Hinweis gilt der Schwesterlinie. Unter dem Namen Tudor entstanden ebenfalls Submariner, die nach Wikipedia Technik und Komponenten von Rolex und anderen Herstellern nutzten und zu einem niedrigeren Preis angeboten wurden. Wer die Gestalt der Submariner schätzt, findet dort eine eigenständige Familie mit eigener Referenzsystematik. Für die Rolex Submariner selbst bleibt der Grundsatz dieses Beitrags: Lesen Sie zuerst die Referenznummer, prüfen Sie dann jedes Merkmal gegen die Generation, und entscheiden Sie zuletzt.